Tho´s Daily-Quatsch: Versalzene Nacht

– – – Fürs Protokoll: Spoileralarm für alle gerade oder zukünftigen, angehenden Köche – – –

 

Man sollte mitten in der Nacht, sagen wir einfach zwei Uhr, ohne das dies jetzt irgendeinen Bezug zu einer realen Begebenheit hätte, also zwei Uhr, da sollte man keine Quests in FF XIV machen.

Warum?

Erstmal weil es relativ unvernüftig ist, sich zu solch unchristlicher Zeit in einem Spiel herumzutreiben, statt verantwortungsbewusst und gesund in seinem warmen, kuschligen Bett zu liegen. Zum anderen, weil es zumindest einen Malte bei Squar Enix gibt, der lästigerweise auch noch als Questdesigner tätig ist.

Ich begebe mich also nach Limsa Lominsa, ein bisschen an meinen feinen Kochkünsten feilen und noch den einen oder anderen Trick bei meinem alten Chefkoch im Bismark abgreifen. Unbedarft spreche ich den alten Haudegen dann auch direkt mal an und sofort erzählt er mir von einem überaus wichtigem Auftrag, dem er nur seinen besten Koch anvertrauen kann, also mir.

Neugierig laufen ich die knapp 200 Yalmen durch die ganze Stadt zu einem anderen Restaurant, und sehe mich sogleich einer süßen kleinen Lala in einem bezaubernden Maid-Kostüm gegenüber, welche mir weinend über den diabolisch in der Küche herschenden, eingebildeten Fatzke von Koch, der ihr das Leben schwer macht, berichtet. Offenbar geht es in dem Auftrag um einen Kochwettbewerb, besagter Möchtegernmeistergourmet glaubt wohl, dort den Sieg schon in der Tasche zu haben.

Eine Maid zum weinen bringen geht halt mal gar nicht, also sagen wir ihr natürlich sofort zu, dem Typen ordentlich die Suppe zu versalzen… versteht ihr, versalzen, weil er ist ja Koch… ähm, ja. Egal, jedenfalls werden wir uns jetzt auch zu dem Wettbewerb melden, fragen also gleich mal unsere kleine Maid, wo wir uns eintragen können.

Ah, offenbar findet das ganze im Bismark statt, also schwups die 400 Yalmen zurück durch die Stadt gelaufen um die Formalitäten zu erledigen: Einmal kurz nicken, als wir gefragt werden, ob wir wirklich wollen… dann schnell wieder die 800 Yalmen durch die ganze Stadt zu unserer kleinen Lala-Lady, die uns bestimmt schon sehnsüchtig erwartet.

Das tut sie, und zwar schon mit unserer nächsten Aufgabe. Eine Piratencaptain hat besondere kulinarische Bedürfnisse, leider weiß die kleine Maid nicht genau, welche. Also sollen wir das herausfinden, klingt jedenfalls nach einem würdigen Auftrag. Immerhin wissen wir, das die Captain auch gerne im Bismark isst, so machen wir uns also geschwind auf den Weg durch die Stadt, die 1600 Yalmen sind auch schnell runtergewandert und wir fragen den Chef… der es nicht weiß. Hm, aber er schlägt vor, doch einfach die Captain selbst zu fragen. Heureka, welch Kreativität und Einfallsreichtum. Deshalb ist der Chef Chef!

Ich eile zurück, schnell durch die Stadt und zu meiner fast 3200 Yalmen entfernten Maid, und der Captain, die ich nun also frage, was sie den gerne Essen möchte. Der gewitzte Plan geht auf, sie möchte Suppe. Oh, nicht irgendeine Suppe, sondern eine aus Ishgard. Also von Leuten, die vermutlich einfach nur Schnee in einer Schüssel sammeln und vors Feuer stellen.

Sie weiht uns ein, das sie da einen Kerl am Finger hat, der voll auf diese Schneesuppe abfährt und um ihn zu verführen, sollen wir ihr jetzt was von dem Zeug bringen. Was für Zeug genau, weiß natürlich ihr “Weiß noch nichts von seinem Glück-” Lover. Zum Glück ist er nicht fern, den bereits kurz nachdem wir die 6400 Yalmen einmal durch die Stadt hinter uns gebracht hatten, steht er vor uns… und schickt uns mit Wein nach Ishgard, damit wir dort lernen können wie man Schnee schmilzt und Suppe macht.

Und jetzt stehe ich im bitterkalten Wolkenmeer, frier mir mein Fell ab weil es seit Stunden aus allen Wolken schüttet, als ob hier ein Meer zu füllen ist. Ha! Meer… schüttet aus Wolken. Im Wolkenme… ach, vergesst es. Ich steh hier jedenfalls, weil ich gedenke etwas Salz aus einem Brocken Fels zu brechen, damit Madam Captain ihre komischen Schneesuppe nicht mit 0815 Salz aus dem Meer würzen muss, wie es sonst jeder, jeder!! andere Pirat tun würde, sondern mit diesem exquisten Mist hier aus diesem arschkalten Wolkenmeer. Jeder der jetzt grinst, weil das ja auch ein Meer ist, kann sich jedwede Heilung für den nächsten Dungeon schonmal gepflegt abschmicken!

Ach… es ist vorbei. Endlich zurück in Limsa, ein letztes mal die 12800 Yalmen durch die Stadt gelatscht, endlich bei meiner Maid, und sie begrüßt mich mit einem freudenstrahlenden Lächeln: “Das hat ja ziemlich lange gedauert…”

… …… ………ob man es schnell genug merkt, tödlich versalzene Suppe zu essen?

Beste Grüße

Tho

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