Tho’s Makromania: Fummeln am Layout

Grüß euch.

Heute möchte ich ein paar Makros, es sind drei Stück, vorstellen, mit denen ihr eure Benutzeroberfläche ein wenig umgestalten könnt. Bevor das hier jetzt aber in einer wilden Schlacht freilich exzellent aneinander gereihter Worte und vortrefflich geschossener Bilder ausartet, habe ich mich entschlossen diesen Teil nicht in üblicher Blog-Textform zu machen, sondern als Video. Mit Ton und Bild und auch noch in Farbe.

 

Daher jetzt Schluss mit den Worten und auf zum Gelaber mit dem nächsten Teil von Tho’s Makromania: Fummeln am Layout

 

Beste Grüße, wie immer

Euer Tho

Tho macht sich Gedanken zu: Parsern

Der Parser – Geweiht oder vom Eufel gesandt?

 

Ich glaube, wenn man für MMOs im allgemeinen, oder auch für jedes dieser Spiele im einzelnen, so eben auch für FFXIV, nach etwas sucht, was die Spielerschaft beständig seit jeher extrem polarisiert und entzweit hat, dann muss man zwangsläufig auf das Parsertool stoßen.

Der Parser, gemeinhin auch als das elitäre Teufelswerkzeug der Profigamer-Fraktion bezeichnet, wird recht oft mit sehr viel Misstrauen betrachtet, und das gewiss nicht zu Unrecht. Der Grund hierfür findet sich schnell in der grundlegenden Funktionsweise dieses Programms wieder, wenn auch nicht nur dort.

Was also macht ein Parser, oder, weil uns das vermutlich ausschließlich interessiert, was genau macht der FF XIV-Parser?

 

Zunächst mal, es ist kein FF XIV-Parser, sondern ein externes, nicht von Square Enix entwickeltes Programm, daher kann man es grundlegend erstmal skeptisch betrachten, schließlich finden es Spieleschmieden in aller Regel weniger geil finden, wenn bei ihren (Online-)Spielen mit externen Programmen gearbeitet wird, zumindest sofern diese direkt auf Spieldaten zugreifen und diese auswerten oder verarbeiten.

Das tut der Parser, den primär wird er verwendet um den gemachten Schaden oder die gewirkte Heilung oder den erlittenen Schaden einer Person zu messen und als Zahlenwert auszugeben, und das nicht für einen selbst, sondern für jede Person die zufällig in der Gegend oder mit in der Gruppe ist. Zurecht fühlt man sich dadurch in seiner Privatsphäre verletzt, finde ich.

Klar drängt sich nun erstmal die Frage auf, ob das nicht recht missbrauchsanfällig ist. Ja, das ist es! Selbsternannten Profis können hergehen und mich dafür angehen, das ich ihren Massstäben nach nicht “gut genug spiele”, und das würde mein Spielgefühl sehr empfindlich stören. Ich spiele schließlich um Spass zu haben, weder um mich zu rechtfertigen, noch um Ansprüchen irgendwelcher andereren Spieler gerecht werden zu müssen.

Wen juckt es den, ob ich ineffizient heile, wenn alle Spieler am Leben geblieben sind? Oder was hat es andere Leute zu interessieren, ob ich als Heiler/DD/Tank “genug” Schaden gemacht habe, wenn der Boss tot ist? Oder ob ich als Tank meine defensiven Fertigkeiten optimal nutze, solange der Heiler mich problemlos am Leben halten kann? Um Inhalte, egal welcher Art und Schwierigkeit, in Final Fantasy XIV erfolgreich zu bestreiten, ist dieses Programm nicht nötig, wäre dem so, hätten keine Drittanbieter es im Angebot, sondern Square Enix hätte es entwickelt und bereitgestellt.

 

Folgerichtig sollte man also meinen, das Square Enix dieses komische Tool verboten hat und jeden Nutzer desselbigen das Konto kündigt oder ihn zumindest verwarnt.

Nun ist das nicht ganz der Fall: SE toleriert die Nutzung des Parser, solange dieser nicht als Mittel genutzt wird, andere Spieler zu belästigen. Sie erlauben ihn nicht ausdrücklich, aber solange er nur für einen selbst benutzt wird, verbieten sie ihn auch nicht ausdrücklich.

Stellt sich natürlich die Frage, warum sie das tun, wenn der Parser ebendoch benutzt werden kann, um anderen Spielern das Spielgefühl zu vermiesen. Um eine Antwort darauf zu bekommen, mag es sich lohnen, den Parser aus einem anderen Blickwinkel zu betrachteten, vielleicht dem meinigen?

Ja, in der Tat nutze ich dieses Tool ebenso. Nicht, um mich, und wenn es nur insgeheim wäre, über andere Spieler lustig zu machen, sondern fast ausschließlich für mich selbst, als nützliches Werkzeug um mich selbst im Spiel zu verbessern.

Ich spiele DD, und daher möchte ich sehen wie viel Schaden ich den jetzt genau mache. Und, unabhängig davon ob der Boss dennoch liegt, mache ich mit meiner Klasse und meinem Gear den mir möglichen Schaden? Tue ich das nicht, kann mir der Parser dies zeigen und mir helfen, die Stellen zu finden, an denen es noch hapern könnte.

Als Heiler hilft er mir besser zu verstehen, welche Attacken vom Boss besonders böse sind und als Tank kann er mir zeigen, welcher Art diese Attacken sind, sodass ich gegebenfalls meine Verteidungsfähigkeiten entsprechend passend einsetzen kann. Das sind nur einige, kurz umrissene, Beispiele, aber wie man erkennt, interessieren mich dabei die anderen Spieler überhaubt nicht.

Natürlich finde ich es auch schön, die DPS-Liste eines Bosskampfes anzuführen und mich mit den anderen, in meinem Fall, Schaden machenden Spielern zu vergleichen, aber weiß ich auch, das mehr zu einem erfolgreichen Ausgang des Kampfes gehört, als nur Schaden zu machen oder nur genug geheilt zu haben. Letztlich sind und bleiben es nur Zahlen, die in keinsterweise den Wert des Spielers, und des Menschen, definieren, ihn erhöhen oder abmindern.

Und auch für eine Gruppe als Ganzes kann der Parser nützlich sein, beispielsweise um besser nachvollziehen zu können, woran es bei einem gescheiterten Bosskampf gelegen haben könnte, das letztlich der Erfolg ausblieb. War zu wenig Schaden vorhanden? War es zu wenig Heilung oder zu wenig an den falschen Stellen? Oder wurden Mechaniken nicht korrekt gespielt und es kam zuviel Schaden rein, der hätte vermieden werden können? Um Licht in diese und andere Fragen zu bringen, mag der Parser durchaus hilfreich sein.

 

Er ist ein Werkzeug, weder gut noch schlecht und was er an Auswertungen gibt, sind objektive Fakten. Alleine an den Spielern liegt es nun, wie der Parser und seine ausgespuckten Zahlen genutzt werden. Er kann hilfreich sein für den einen, um sich für herausfordernde Inhalte zu wappnen oder um eigene Fehler analysieren zu können, für eine Gruppe, um vorranzukommen, wenn sie in vermeintlichen Sackgassen stecken, um zu erkennen woran es letztlich liegen könnte. Er kann, aber er muss nicht, und genau das ist wichtig und entscheidend, den es gibt viele Wege zum Gil, und jeder, der den Parser nur als unnötiges Spielzeug ansieht, dem sei dies auch vollends gestattet. Ob man ihn nutzt, soll jeder für sich selbst entscheiden.

Und diejenigen, die meinen ihn missbrauchen zu müssen, um sich über andere Spieler lustig zu machen, diese Spieler sollte und kann man immer meiden und milde belächeln, ob ihrer Torheit. Es sind diese Spieler, die den Zweck des Parser nicht verstanden haben und ihn nicht zu nutzen wissen. Keinesfalls werde ich mit diesen Spielern gemeinsam Inhalte unternehmen wollen, die meinen “Wert” für die Gruppe anhand von Zahlen zu bestimmen gedenken.

Zusammenfassend also möchte ich sagen: Ein Parser ist ein Werkzeug, einem Hammer gleich, und wie der Hammer ein gutes Mittel ist, wenn auch nicht das einzig mögliche, einen Nagel in ein Brett zu schlagen, so kann der Parser mir helfen das eigene spielerische Können zu erweitern. Aber natürlich gibt es immer Leute, die lieber mit dem Hammer durch die Fußgängerzone laufen, um damit Fremden auf die Finger zu schlagen.

 

Mit diesem Blogeintrag wollte ich vorallem meinen persönlichen Standpunkt wiedergeben, wie ich über die Nutzung eines Parser denke. Ich weiß, und ich habe es bewusst Eingangs erwähnt, dieses Tool wird immer polarisieren, die Meinungen darüber werden immer auseinandergehen, wie man so sagt, ein schönes Thema um sich zu Streiten und ich denke für jede feste Gruppe in einem Multiplayerspiel ist es letztlich auch eine Probe ihres Zusammenhaltes.

Lasst uns gerne streiten, doch lasst solch einen Streit die Bande unserer Freundschaft nur anspannen, nie zerreißen lassen. Schließlich wollen wir gemeinsam spielen, wollen uns zusammen neuen Abenteuern stellen. Lasst uns also Freunde bleiben, und nicht zu Feinden werden. Lasst uns darauf vertrauen, das in uns die besseren Engel unserer Natur regieren und obsiegen, über Laster und Schwächen unserer Menschlichkeit.

Stets mit nur den Besten Grüßen

Tho & Old Abe

 

P.S : Hier gäbe es noch ein Youtube Video, in welchem sich mit dem Parser in WoW auseinandergesetzt wird, an einem konkreten Fall: GruppenKick wegen Parser

Tho´s Makromania: Makro zum Sammeln

Seltsam, aber selbst bei eigentlich von sich aus einfachen und trivialen Dingen können Makros extrem hilfreich sein. Dieser Teil der Reihe Makromania ist ein gutes Beispiel für diese, von mir eben getroffene Aussage, die damit weniger ein rein subjektives und cool klingendes Anfangsgeplänkel ist, um diesen Beitrag einfach nur irgendwie und einigermaßen schwungvoll einzuleiten, sondern tatsächlich objektiv nicht angreifbar und damit nachweislich bewiesen ist. Ha!

Damit hätten wir das also geklärt… Herzlich Willkommen also zu Tho`s Makromania – Makro zum Sammeln.

Ein sehr doppelzüngiger Titel, welcher eurer bestimmt bereits sehr vortrefflichen Sammlung wertgeschätzter und herrlicher Makros ein weiteres hinzufügen könnte. Ich empfinde es als äußerst praktikabel, hilfreich und wird sehr oft von mir genutzt, und ist, wie Eingangs genannt, sehr sehr simpel.

Daher geht es hier gar nichtmal so sehr um das “Wie” des Makros, sondern um dessen Vorstellung.

Es ist ein einfaches Textmakro. Neben den normalen Sammelstellen gibt es nun ja noch solche, die nur zu bestimmten Zeitpunkten Inner Eorzäischer Zeit auftauchen. Schwer, sich das alles zu merken. Umso schöner also, das sich einige fleißige FF-ler die Mühe machen, Übersichten öffentlich zu machen: Welches Item taucht Wo und Wann auf, für Wielange. Soweit so gut.

Extern lässt sich das auch leicht nachlesen, mit einem zweiten Monitor auch locker während man sammeln möchte. Was aber, wenn man, wie z.B ich auch, keinen hat? Ständiges Runtertabben vom Spiel? Nicht unbedingt, dank meinem Makro.

Schreibt euch alle nötigen Informationen einfach in ein Textmakro, und bei Auslösen ebendieses werden die Infos in einen Chat eurer Wahl kopiert. Das ist es, so habt ihr Ingame jederzeit einfachen Zugang zu Ort und Zeitpunkten aller nur temporär verfügbaren Sammelstellen.

Verfeinert das noch etwas… erstellt beispielweise einfach einen eigenen Kontaktkreis, wo das Makro die Informationen reinposten soll und einen eigenen Chatkanal, damit die Infos nicht von nachfolgenden Konversationen verschoben werden… und ihr habt ein wirklich sehr nützliches Werkzeug für eure Sammelausflüge.

Wie gewohnt, als Beispiel:

/kk3 Legendäre Sammlerstellen:

/kk3 Königsgold-Erz / Kreidetempel / 2 & 14 EZ

/kk3 etc…

Wie ihr seht, unglaublich einfach. /kk3 ist mein privater Kontaktkreis, dort erscheinen die nachfolgenden Infos, folgend dem Bespiel würde dann im Chat dort folgendes erscheinen:

<K’Tho Tia> Legendäre Sammelstellen:

<K’Tho Tia> Königsgold-Erz / Kreidetempel / 2 & 14 EZ

<K’Tho Tia> etc…

Und ich weiß damit, das ich eine Legendäre Sammelstelle mit Königsgold-Erz, um 2 Uhr und um 14 Uhr Eorzäischer Zeit in der Nähe des Ätherytenports “Kreidetempel” finden werde.

Anbei noch ein Link, wo ihr diese Informationen in Rohform findet… hoffentlich natürlich, um sie mit einem Makro euch zugänglich zu machen, oder aber natürlich auch um sie auf einem zweiten Bildschirm griffbereit zu halten. Oder um zu tabben. Ist ja eure Zeit. ,)

(auf Englisch) FFXIV-Clock

Mit besten Wünschen

euer Tho

Tho’s Makromania: OverHeilung

Gerade Heiler mögen ja Makros. Schließlich ist es stets, seit Anbeginn und jeher, so gewesen, das Makros benutzt wurden um einem das Leben zu erleichtern.

Und, Hand aufs Herz, ist es nicht so das gerade Heiler ein wenig Vereinfachung in ihrem elenden Leben wirklich gut gebrauchen können? Immer müssen sie die verantwortungsvollen Babysitter spielen, während ihre Gruppenmitglieder ständig nur kindischen Unfug im Kopf haben. Immer aufpassen, das der unvorsichtige Tank sich nicht an etwas zu Scharfem schneidet oder sich an einer Dorne pikt. Immer die armen Mitspieler trösten, wenn sie doch mal ein kleines Aua abbekommen haben. Wer darf es ausbügeln, wenn jemand keine Lust auf Mechaniken hat? Wer darf sich wunde Heilerfinge holen, weil die DamageDealer die hübschen und bunten Flächen auf dem Boden so reizend anziehend finden?
Und wer ist dann, am Ende, Schuld an allem, wirklich an allem…. außer natürlich, am Erfolg.
Yhea, we did it. Good Job Tank, nice Damage…. ach kommt, geht doch einfach sterben.

Daher präsentiere ich den zweiten Teil von Thos – Makromanie: OverHeilung. Dieser gewiss gewitzte Titel steht nicht etwa für die weithin geächtete Manavergeudung, derer man sich dann schuldig macht, wenn man Ziele anfängt zu heilen, die sowieso schon randvoll sind. Randvoll mit deiner Güte und Bescheidenheit und als nächstes entweder Platzen, oder durch jedwede Körperöffnung bunte Schmetterlinge und Regenbögen verlieren….nein, der Titel ist ein einfacher Neologismus. Wir sprechen schließlich jetzt über Heilung. Und über Markos.

 

Fangen wir mit dem sehr beliebten und sehr einfachen Wiederbelebungs-Marko an. Wiederbeleben ist hier in Final Fantasy XIV ja jederzeit, auch im Kampf und beliebig oft wiederholbar, möglich. Limitiert natürlich auch durch das eigene Mana, ist aber vorallem die sehr lange Castzeit von Sieben Sekunden ein echtes Ärgerniss.
Indem wir jetzt zwei Skills kombinieren, können wir diese Hürde zumindest einmal alle Drei Minuten geschickt umgehen.

Mit dem Skill Spontaneität könnt ihr die nächste Fähigkeit ohne Castzeit wirken. Ihr bekommt den Skill inzwischen mit jeder Magier&Heilerklasse als einen von Acht Rollenskills, von denen ihr ab lv48 immer bis zu Fünf gleichzeitig auswählen könnt. Und so kann das fertige Marko dann aussehen.

/kmd “spontaneität”
/wait 0.5
/kmd “resuszitation” <t>

Ihr wirkt den Skill Spontaneität, wartet kurz ab bis der Skill “durch” ist und setzt dann euren Wiederbelebungszauber ein. Ein kleines Detail müsst ihr nur beachten… Square Enix ist ein wenig verschlagen und hat die Zauber zum Wiederbeleben bei jeder Heilerklasse anders genannt. Dieses Makro ist für den Gelehrten geschrieben, beim Astrologen oder Weißmagier müsst ihr einfach Resuszitation gegen den entsprechenden Wiederbelebungsskill ausstauschen.

Dieses Makro wird von uns Heilern gerne noch ein wenig erweitert, durch eine kurze Chatnachricht, in der wir unser Leid klagen können. Das ist allerdings ein weites und sehr komplexes Thema, dem ich lieber einen eigenen Blog-Eintrag widmen möchte… seid also gespannt und geduldig.

Jedenfalls… direkt Nachteile hat das Makro nicht, lediglich Spontaneität geht natürlich auf Cooldown. Keine Sorge übrigens, sollte sie bereits auf CD sein, bekommt ihr zwar eine Fehlermeldung, die Wiederbelebung wird aber dennoch ausgeführt. Nur halt mit Castzeit.

 

Sooo… jetzt kommen wir mal zu einem echten, kleinen Schmankerl. Es geht um Protes, einen sehr seltsamen kleinen Skill. Natürlich ist er sehr nützlich… in der Regel halt aber nur einmal in einem Dungeon. Am Anfang gewirkt, muss er selten nochmal nachgecastet werden, sondern bleibt doch nahezu immer seine vollen 30 Minuten aktiv.
Also liegt Protes für den Rest eures gemeinsamen Ausfluges recht gemütlich, aber doch auch einfach unnütz in eurer Leiste rum und lässt es sich gutgehen, während es zudem einen eurer sehr wertvollen Rollenskills belegt. Natürlich könnt ihr es nutzen und dann austauschen, exakt genau eben das, was auch mein Makro macht. Für euch:

/ergkmd “medica” off
/ergkmd “Protes” on
/wait 1.0
/kmd “Protes”
/wait 3.0
/ergkmd “Protes” off
/ergkmd “medica” on

Das Makro tauscht die Fähigkeit Medica gegen Protes aus. Daher müsst ihr Medica zwingend als Rollenkommando gewählt haben und Protes nicht. Der Vorgang dauert etwas, daher wartet das Makro danach Eine Sekunde. Dann wird Protes gewirkt, was natürlich auch etwas dauert, da die Fähigkeit eine Castzeit hat, also muss das Makro wieder warten, diesmal drei Sekunden. Danach wird zurückgetauscht, ihr habt wieder Medica und Protes ist als Rollenkommando deaktiviert.

Das Makro hat einen Nachteil: Während des Kampfes kann es nicht genutzt werden, da dann das Austauschen von Rollenkommandos nicht möglich ist. Meiner Erfahrung nach aber ein sehr geringer Nachteil, wenn diesem der Vorteil gegenübersteht, nicht an Protes als Pflichtkommando gebunden zu sein und stattdessen eine weitere Wahlmöglichkeit zu haben.

Natürlich muss es nicht Medica sein, mit dem Protes den Platz tauscht… jeder andere Rollenskill geht genauso. Beachtet jedoch, das ein Tausch auch dann nicht möglich ist, wenn das aktive Rollenkommando gerade auf Cooldown ist, daher empfehle ich ich eine Fähigkeit mit möglichst geringem CD. Medica, zum Beispiel.

 

So, noch speziell für den Gelehrten, meine, zumindest momentane, Lieblingsheilerklasse.
Ob man seine Fee nun eigenmächtig handeln lässt oder selber steuert, im Grund macht sie schon einen sehr ordentlichen Job. Ich wollte nun aber etwas mehr Kontrolle darüber haben, wann die gute Eos oder die brave Selene ihre Standardheilung wirkt.
Daher habe ich mir zwei Makros überlegt, welche mich diesem Ziel näherbringen sollen:

/kmd “Physick” <t>
/pac “Sanfte Umarmung” <t>

Hierbei heilt Eos oder Selene simpel das gleiche Ziel wie ich. Ich wirke Physick auf den Tank, Eos tut das selbe. Ich versorge mich selbst, Selene wirft mir ebenso eine Heilung zu. Ich heile einen DD…. ok, stimmt. Unglaubwürdig. Aber ich denke, ihr seht den Sinn dahinter.
Der Hintergedanke, nur um es selbst nochmal hervorzuheben, ist eine kombinierte Heilung auf ein angeschlagenes Ziel. Gelehrter und Fee als heilende Einheit, romantischer und weniger nüchtern ausgedrückt.

Das zweite Makro ist ähnlich:

/kmd “Ruin” <t>
/pac “sanfte Umarmung” <tt>

Hierbei wirke ich eine Schadensfähgikeit, im Beispiel Ruin, und meine Fee heilt das Ziel meines Zieles. Das sollte in aller Regel der Tank sein, aber selbst im Zweifel dann jemand, der von dem Feind angegriffen und daher Heilung benötigen wird.
Das Makro soll für mehr regelmäßige Heilung, vorallem auf den Tank, sorgen und dazu beitragen, das Eos oder Selene sich keine Locken in ihr Haar flechten, sondern sich auf das Wesentliche Konzentrieren. Mir das Heilen abnehmen.

Natürlich hat es nicht nur Vorteile: Die Fee wird dir natürlich gehorchen, solltest du spontan aber deine Meinung ändern und sie plötzlich einen ihrer Buffs wirken lassen wollen, so wird das ein wenig verzögert, da sie ja im Moment erstmal am Heilen ist. Wichtig ist dann auch die Selbstdisziplin, nicht gleich die nächste Schadensfähigkeit hinterher zu jagen, mit ihr ja den Befehl zur Heilung, sondern erstmal deiner Fee zu erlauben, ihren Buff zu wirken.
Wenn die ganze Gruppe oder jemand anders als das Ziel deines Ziels Schaden bekommen hat, beachte natürlich, das deine Fee diesen Spieler weniger priorisiert mit Heilung versorgen kann, wenn du ihr ständig aufträgst, jemand anderen zu Heilen.
Hier ergänzt sich aber das Physick-Makro ganz gut, oder aber, du unterbrichst dich einfach kurz beim Schaden machen.

 

Das soll es erstmal gewesen sein. Aber vielleicht auch nicht, weil diese paar kleinen Makros sicherlich nur einen winzigen Bruchteil des Möglichen und Sinnvollen darstellen. Gerne könnt ihr sie noch um ein paar weitere Makros für Heiler ergänzen und wer weiß, ob ich nicht noch mehr für mich entdecke. Sollte dem so sein, haltet die Augen nach einem Teil 2 offen.

Also, habt viel Spass in Eorzea und habt Dank fürs Lesen
Tho

Tho`s Makromania: Mouseover

Hallo, ich heiße euch herzlichst Willkommen zu diesem kleinen… nun, zu was eigentlich?

Tho`s Makromania soll eine kleine Serie sein, in welcher ich einige von meinen Makros ein wenig näher vorstellen möchte. Dabei würde ich gerne das Wörtchen „Guide“ vermeiden, da ich bei weitem kein Profi im Umgang mit Markos in FFXIV bin. Oder außerhalb davon.

Ich finde es gleichwohl aber sehr faszinierend, mit Makros zu arbeiten, daher bastel ich immer wieder gerne ein wenig im Spiel mit ihnen herum, überlege mir bei Fähigkeiten oder Situationen, ob man hier nicht ein kleines, hilfreiches Makro zu machen könnte, und letztlich möchte ich euch nun einige der Früchte dieser laienhaften Rumbasteleien zugänglich machen, in der Hoffnung auf gegenseitigem Nutzen.

Es ist der erste Teil, daher beschreibe ich die für das Bilden des Makros nötigen Befehle ein wenig genauer. Habe mir aber auch vorgenommen, noch einen Vorgängerteil zu machen, ein Makromania 0.0 quasi, in welchem ich allgemeiner über Makros schreiben möchte und die Grundbefehle ein wenig näher beleuchten kann.

Aber genug der Vorrede, beginnen wir mit dem ersten Teil von Tho`s Makromania: Mouseover

 

Was heißt Mouseover?

Nun…gehen wir dem Begriff erstmal aus der Gegenrichtung auf den Grund. In der Regel ist es ja so, das unsere Fähigkeiten, einmal ausgelöst, auf das von uns anvisierte Ziel gerichtet werden, um zu Heilen oder ihm Schaden zuzufügen. Hier ist es anders, wird die Fähigkeit nämlich mit Mouseover gewirkt, so geht sie nicht auf das anvisierte Ziel, sondern auf das Ziel, über welchem sich gerade der Mauszeiger befindet. Unabhängig davon, was oder ob wir überhaupt etwas anvisiert haben.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit kennt ihr zudem alle mit großer Sicherheit, denn deutlich bekannter und populärer ist diese Einstellung vorallem bei Tooltips, die in der Regel angezeigt werden, wenn ihr eure Maus über ein Fähigkeitsicon bewegt.

 

Warum sollte man dieses Mouseover überhaupt benutzen?

Sehr beliebt ist Mouseover seit jeher vorallem bei Heilern. Der grundlegend Vorteil bei Mouseover ist, das man ein bestimmtes Ziel fix anvisiert halten, und dennoch seine Fähigkeiten auf ein anderes Ziel wirken kann. Für Heiler bedeutet das beispielsweise, sie könnten den Tank beständig anvisiert haben und ihn so stets mit Heilung versorgen, während sie ebenso jederzeit ihre Schadensfähigkeiten auf Boss oder Adds wirken können. Oder freilich auch umgekehrt, was bei Heilern oftmals bevorzugt wird.

Aber auch in anderen Rollen könnt ihr von einem Mouseovermakro profitieren. Ein paar Beispiele:

  • Nehmen wir einen Tank, der ein gerade aufgetauchtes Add spotten oder mit seiner Axt bewerfen möchte, ohne dafür den Boss als eigentliches Ziel zu verlieren.
  • Oder ein DD, ein Dragoon, der nur eben seinen Speer auf ein Add werfen möchte, ein kompletter Umschwenk weg vom Boss auf das Add aber nicht weiter nötig ist.
  • Magier oder Fernkämpfer, die ihre DoTs verteilen möchten, aber das Primärtarget nicht erst wieder in der Gegnerliste suchen wollen (um z.B zu sehen, wie lange die zuerst verteilten DoTs noch laufen…)

Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten, mit Mouseover zu arbeiten.

 

Also ist Mouseover richtig cool…. oder gibts auch Nachteile?

Mouseover kann richtig toll sein… oder auch nicht. Meist ist es eher eine Frage der persönlichen Präferenz, ob mit oder ohne, denn eine klare Auflistung von Vor-und Nachteilen. Dennoch möchte ich versuchen, einen kurzen Umriss zu geben, wo Mouseover seine Stärken und Schwächen haben könnte.

Eindeutig und klar muss man natürlich sagen, wenn man seine Fähigkeiten durch klicken auslöst, dann kann man garantiert keinen Spass mit Mouseover haben.

Mit Mouseover kann man in der Regel einen kleinen Zeitvorteil für sich verbuchen… immerhin spart man sich einen Klick… aber dieser wäre mit einer Sekunde schon recht großzügig berechnet. Vermutlich empfindet man es einfach als komfortabler, nicht extra Ziele anklicken zu müssen, um seine Fähigkeiten auf sie loszulassen. Man schwenkt, quasie lässig und cool, seine Maus einfach drüber, schon kann die Action losgehen.

Ein weiterer Vorteil wurde bereits genannt, man kann, kurz und prägnant, zwei Ziele nahezu zeitgleich bekämpfen.

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil ist, das man schon ein wenig genauer den exakten Aufenthaltsort seines Mauszeigers kennen sollte. Nicht unbedingt, weil man ja die gewünschte Fähigkeit nur zum Ziel bringen kann, wenn man die Maus drüber hat, schließlich müsste man, wollte man das Ziel konservativ anklicken, ebenso den Mauszeiger drüber bewegen. Nein, problematisch wird es eher dann, wenn man seine Maus über ein legitimes Ziel hält, während man aber eigentlich gerade das Hauptziel im Target bearbeiten möchte… und sich beispielsweise als Heiler dann wundert, warum der Tank nichts von der eben gewirkten Heilung abbekommen hat. Kein Wunder, wenn der Mauszeiger über der kleinen Eos schwebt.

 

Wie kann ich denn nun in Final Fantasy XIV dieses… Mouseover-Gelöt verwenden?

Wenig überraschend und vermutlich habt ihr es bereits erfolgreich erraten… natürlich mit Makros. Um eine Fähigkeit per Mouseover zu verwenden, muss diese in einem Makro mit dem Mouseover-Befehl verknüpft werden. Sehen wir uns das ganze an der Heilfähigkeit Vita einmal an.

/kmd „Vita“ <mo>

Wie ihr seht, ist es letztlich nur eine einfache Zeile und schon ist die ganze Arbeit getan. Sehen wir sie uns dennoch nochmals genauer an:

/kmd: Der einleitende Befehl, mit dem ihr dem Makro mitteile eine Fähigkeit verwenden zu wollen.

„Vita“: In den “ “ steht dann jene Fähigkeit, die ihr verwenden möchtet.

<mo>: Das hier ist dann schließlich der Mouseover-Befehl.

So, theoretisch seid ihr nun auch schon fertig. Praktisch gesehen wäre es allerdings noch ein wenig roh, dieses MouseoverMakro, ein wenig Feinschliff hilft diesem Problem allerdings zügig ab.

Polieren wir das Makro also ein wenig auf, könnte so etwas dabei herauskommen:

 

/micon „Vita“

/kmd „Vita“ <mo>

/kmd „Vita“ <t>

 

Verwirrt? Das macht nichts, immerhin steht da ja jetzt gut dreimal soviel. Gehen wir die Zeilen einzeln durch.

  1. Zeile: Macht nichts anderes als das Makroicon zum Vitaicon zu verändern
  2. Zeile: Ah… die kennt ihr schon. Also schnell weiter.
  3. Zeile: Kommt euch auch bekannt vor. Das <t> am Ende macht nichts anderes, als die Fähigkeit in den “ “ auf eure tatsächlich anvisiertes Ziel zu wirken. Ganz so wie ohne Mouseover gewohnt.

Und jetzt habt ihr auch ein in der Praxis sehr brauchbares Mouseovermakro, was nichts anderes macht als eure Fähigkeit Vita auf das Ziel zu wirken, auf dem eure Maus ruht. Ist dieses Ziel nicht legitim (Das Ziel ist außer Reichweite, ein Gegner oder eure Maus ist im Irgendwo des Bildschirms verschollen), wird die Fähigkeit automatisch auf das von euch anvisierte Ziel gewirkt.

So… zum Schluss möchte ich euch noch ein paar konkrete Beispiele geben, bei welchen Fähigkeiten ich persönlich mit Mouseover arbeite.

 

„Cap-Closer“ bei mDDs:

Bei meinen Nahkämpfer-DDs hab ich die jeweilige Fähigkeit zum Anstürmen/Anspringen auf Gegner mit einem Mouseovermakro belegt. Warum?

Um Gegner anzuviesieren, klicke ich selten. Stattdessen habe ich das auf einer Taste liegen, sodass ich auf Tastendruck den mir am nächsten stehenden Gegner ins Target bekomme. Taucht ein Add auf, dann leider meist nicht direkt vor mir. Das Marko ermöglicht mir nun, auch hier ohne anzuklicken das Add anzustürmen/-springen, und es dann per Taste ins Ziel zu bekommen.

 

Fernkampfangriffe bei mDDs und Tanks:

Die Fähigkeiten Herausforderung (Spot), Tomahawkwurf (Marodeur/Krieger) und Reißende Klauen (Dragoon) sind gute Beispiele, wo man mit Mouseover abseits vom Heilen noch arbeiten kann. Als Tank gefällt es mir, ein auftauchendes Add nicht erst anklicken zu müssen, sondern einfach nur kurz mit der Maus drüber und schon kann man seine Axt auf es werfen. Währenddessen kann man weiterhin auf den Boss einprügeln.

 

Flächeneffekte:

Schattenflamme/Geweihte Erde (Gelehrter) sind Fähigkeiten, welche man auf den Boden legen muss. Eigentlich.

Leider ist es nicht möglich, sie per Mouseover einfach dort hin abzulegen, wo gerade der Mauszeiger schwebt. Außer er befindet sich über einem eurer Mitspieler oder Gegner. Die Flächenfähigkeit wird gewirkt und nimmt das Mouseover-Ziel als Mittelpunkt. Dadurch spare ich mir einen Klick, immerhin muss ich die Fähigkeit nicht mehr auf einem geeigneten Gebiet ablegen.

 

Ich hoffe sehr, das euch diese kleine Vorstellung gefallen hat und ihr vielleicht ein paar Anregungen für euch gefunden habt. Fragen und Kritik stehe ich jederzeit offen gegenüber.

Viel Spass wünscht euch

Tho