Tho’s Daily Quatsch: Die Sache mit den Marks…

Samstag 11:30

Meine Intention den Dunkelritter weiter zu leveln bringt mich in einen ernsten Interessenskonflikt. Mein Geiz, er ist jetzt fast Level 59, ihm jetzt noch Gear zu kaufen, statt ihn dann auf Lv60 schön komplett neu auszustatten, kollidiert mit meinen Ansprüchen an mich selbst, für Randommitspieler keine Last in Dungeons darzustellen. Mit einem Itemdurchschnitt von knapp 110 schwierig umzusetzen für die Erzbasilika.

Ich entschließe mich zu einem Kompromiss: Sohm Al

Mein Itemlevel ist da kein Problem, ich kann dort noch etwas Ausrüstung sammeln, ohne Gil dafür zu blechen, und zudem bekomme ich noch Routine. Win – Win.

Da die Kernpointe eine andere ist:

  • Nein! Ich hab kein Gear bekommen
  • Nein! Die mageren XP haben nicht für einen LevelUp gereicht

Mistdungeon, elendiger…. ok, wo war ich?

 

Richtig. Sohm Al. Ich liebe es.

Nein, im Ernst, ein schöner Dungeon, und schon ziemlich witzig gemachte Bosse. Wir erinnern uns an Nummer Zwei.

Dieses echsenartige Irgendwas mit seinen Wabbel-Gabbel-Kumpels Kirschenklaus, Waldmeisterwilly und Blaubeerbarbara.

Nun ist es ja so, dass, je nach dem welchen seiner kleinen Freunde die Echse vernascht, einer der Spieler ein kleines Mark über den Kopf bekommt. Ferner wissen wir, das blaue Mark von Barbara bedeutet, renn weg. Und Klausi’s rotes Mark bedeutet, kuscheln.

Gut… das Konzept, das ein einzelnes Mark über dem Kopf dem Spieler signalisiert, sich in der Nähe seiner Mitspieler einzufinden, ist den gemachten Erfahrungen, die man so bis lv53 gesammelt hat, eher widersprechend. Und ist man zum ersten Mal in diesem Dungeon, dann folgert sich natürlich, das man auch beim roten Mark läuft. Weg von anderen.

Kommen wir damit also zum Protagonisten, dem Rotmagier in meiner Gruppe.

Er bekommt das erste rote Mark. Ich laufe zu ihm hin, stelle mich zu ihm, und er läuft weg. Alles klar, offensichtlich das erste Mal hier, kein Problem. Ich renn ihm nach, bleib bei ihm, wir teilen den Schaden, (bayrisches) basst.

Zweites rotes Mark geht an den… Jo, Rotmagier. Gut, kein Ding… vielleicht hat er es sich ja gemerkt. Ich lauf hin, sogar der Dragoon folgt mir diesmal. Wir stellen uns also beide zu dem Rotmagier… welcher kurz zögert und dann prompt weggeht. Wir folgen, es klappt, er überlebt.

Ihr kennt das… Murphys Law. Drittes rotes Mark, ich stöhne schon auf, bekommt auch der Rotmagier. Ich sprinte zu ihm, da er ziemlich weit weg vom Boss ist. Der Dragoon nutzt seinen Backflipp-Sprung, und rennt dann ebenfalls weiter zu ihm. Er…. rennt weg. Vor uns. Und diesmal stirbt er.

Also gut, er ist neu in dem Dungeon, er kennt den Boss nicht, üblicherweise läuft man mit einem Mark aus der Gruppe. Aber diese Hinweise an ihn…

Ein MeleeDD, der sich freiwillig! vom Boss weg! bewegt und sich zu mir stellt. Würde mir das jemand erzählen, hätte ich nur eine Antwort parat, die mir ähnlich glaubwürdig erscheint: “Jo, und die Merkel-Reptilioden sind gerade dabei von der flachen Hohlerde aus mit den Mondnazis einen Koalitionspakt zu schließen.”

Manche mögen jetzt sagen… Hey, Lol? War halt n Dragoon, der seinen Job aka Sterben erledigen wollte. Das mag sogar stimmen, aber warum sollte ich als Tank gerne zusätzlichen Schaden fressen wollen?

Natürlich, Murphy is a bitch… das blaue Mark hatte der Rotmagier nie, daher auch nie den Gegensatz, das dann niemand zu ihm gerannt kommt.

Aus Sicht des Rotmagiers war es halt einfach:

Oh… Mark. Cool, easy Mechanik, kenn ich. Muss ich weg. Hm, steht keiner bei mir. Nice, greif ich einfach weiter an.

Was will den jetzt der Tank bei mir? Ich hab n Mark, sieht der das nicht… na toll, jetzt muss ich meinen Cast abbrechen und laufen. War ja klar, Mentor.

Wie, der Dragoon auch noch… sind die blöd? Jetzt bekommen wir alle Schaden… der arme Heiler.

Versteht mich nicht falsch… das ist jetzt kein “Lol, der Noob” – Bashing. Ich fand das insgesamt einfach nur witzig anzusehen. Überlegt… er hätte nichts machen brauchen. MeleeDD und Tank kommen zu ihm hin, er muss sich also nicht mal bewegen, sondern hätte gemütlich casten können.

Er war kein schlechter Spieler – soweit ich es erkennen konnte – hat er brauchbar gespielt. Es hat einfach nur nicht “Klick” gemacht, bei ihm, und ich bin mir sicher, das kennen wir alle von uns selber auch.

Beste Grüße

Tho

Tho’s Daily-Quatsch: Wo ist meine WS-Auszeichnung!!!

5 Uhr Morgens. Ja, diese Uhrzeit gibt es auch Samstags. Ich log mich nach Final Fantasy ein, noch ein wenig unschlüssig, was ich um diese gottvergessene Zeit hier überhaupt will. Naja, bis du das raushast, läufste halt einfach noch deine Roulettes, denke ich mir.

Gesagt, auf Tank geswitcht und getan: Nach kurzer Wartezeit steh ich auch schon im Nest des Drachen.
Während des Ladebildschirms hab ich schonmal mein übliches “Hello o/” in den Chat gehämmert und so langsam trudeln auch die typischen Grüße meiner anderen drei Mitspieler ein:
Ninja: Hi
Barde: Hi
Weißmagier: plz big pulz

Das Übliche halt. Bis zum ersten Boss gibt es vier Mobgruppen, mit 2-3-3-3 Mobs… ich mach meine Verteidigerstance an und nehm mir vor, das Ganze in zwei Häppchen aufzuteilen, also immer zweimal Pöbel zusammen zu pullen. Heiler soll ja nicht meckern, ist immerhin ein Lala. Und Mentor! Klappt alles, ich zieh normal meine Defs und wir überleben, kein Problem, keiner stirbt. Erster Boss auch und schon gehts weiter.

Es folgen als nächstes 2 Kleine Drachen, neben denen ein Großer Drache schläft (ich lasse ihn schlafen), ein einzelner Mob, und eine 3-Gruppe. Die pull ich alle zusammen, was vorallem für mich und den Ninja ein bisschen “Oh, AE… schnell raus – Oh, AE… schnell ra… -Whaa, AE, schnell… Aaaah!!” bedeutet, aber machbar ist und es geht auch alles fix down.
Danach nochmal zwei Gruppen kleiner Drachen und schon sind wir beim zweiten Boss – Ich bin gegen Ende mal runter auf 10%, aber kein Problem, auch der liegt.

Es folgen zwei kleine Pulls, da Barrieren je ein Weiterziehen verhindert. Vor Nidhogg und damit dem Grande Finale, kommt nochmal eine Gruppe von drei Mobs und die Nester, wo die ganzen Jungdrachen angeflogen kommen. Etwas unsicher, ob diese immer gleich brav zu mir kommen, oder sich nicht doch lieber Instant auf den Heiler stürzen, entschließe ich mich, das auf zwei Pulls aufzuteilen. Klar, kein Problem das alles und auch Nidhogg liegt schließlich. Ich verabschiede mich, sehe aber nur noch die verschwommenen Umrisse meiner Mitstreiter im Spiel aus Rauch und Schatten der eben erst abebbenden Schlacht flackern – die sind nämlich schon raus.

Der Titel deutet es ja schon ganz vage an, ich hab keine einzige WS bekommen. Nicht, das mich das kümmert, zumindest sonst nicht. Aber jetzt frage ich mich schon, ob meine Pulls dem Heiler nicht groß genug waren? Denn, so mein Gedanke, habe ich seinem Wunsch ja klaglos entsprochen und daher zumindest von ihm die Auszeichnung erwartet.

Egal, ich lerne einfach daraus fürs nächste Mal. Dann werde ich mir nämlich erstmal Zeit nehmen und antworten: “Oh, what a polite young Lala. Of course, i would be glad to pull like you want… so feel free to say: Stop! , if the pull is big enough. ^^”
Dann werde ich mir Protes wegklicken, Sprint reinhauen und einfach bis zum ersten Boss durchlaufen. In DD-Stance.

“Oh, Dead. Not big enough?”
Tho

Tho´s Daily-Quatsch: Versalzene Nacht

– – – Fürs Protokoll: Spoileralarm für alle gerade oder zukünftigen, angehenden Köche – – –

 

Man sollte mitten in der Nacht, sagen wir einfach zwei Uhr, ohne das dies jetzt irgendeinen Bezug zu einer realen Begebenheit hätte, also zwei Uhr, da sollte man keine Quests in FF XIV machen.

Warum?

Erstmal weil es relativ unvernüftig ist, sich zu solch unchristlicher Zeit in einem Spiel herumzutreiben, statt verantwortungsbewusst und gesund in seinem warmen, kuschligen Bett zu liegen. Zum anderen, weil es zumindest einen Malte bei Squar Enix gibt, der lästigerweise auch noch als Questdesigner tätig ist.

Ich begebe mich also nach Limsa Lominsa, ein bisschen an meinen feinen Kochkünsten feilen und noch den einen oder anderen Trick bei meinem alten Chefkoch im Bismark abgreifen. Unbedarft spreche ich den alten Haudegen dann auch direkt mal an und sofort erzählt er mir von einem überaus wichtigem Auftrag, dem er nur seinen besten Koch anvertrauen kann, also mir.

Neugierig laufen ich die knapp 200 Yalmen durch die ganze Stadt zu einem anderen Restaurant, und sehe mich sogleich einer süßen kleinen Lala in einem bezaubernden Maid-Kostüm gegenüber, welche mir weinend über den diabolisch in der Küche herschenden, eingebildeten Fatzke von Koch, der ihr das Leben schwer macht, berichtet. Offenbar geht es in dem Auftrag um einen Kochwettbewerb, besagter Möchtegernmeistergourmet glaubt wohl, dort den Sieg schon in der Tasche zu haben.

Eine Maid zum weinen bringen geht halt mal gar nicht, also sagen wir ihr natürlich sofort zu, dem Typen ordentlich die Suppe zu versalzen… versteht ihr, versalzen, weil er ist ja Koch… ähm, ja. Egal, jedenfalls werden wir uns jetzt auch zu dem Wettbewerb melden, fragen also gleich mal unsere kleine Maid, wo wir uns eintragen können.

Ah, offenbar findet das ganze im Bismark statt, also schwups die 400 Yalmen zurück durch die Stadt gelaufen um die Formalitäten zu erledigen: Einmal kurz nicken, als wir gefragt werden, ob wir wirklich wollen… dann schnell wieder die 800 Yalmen durch die ganze Stadt zu unserer kleinen Lala-Lady, die uns bestimmt schon sehnsüchtig erwartet.

Das tut sie, und zwar schon mit unserer nächsten Aufgabe. Eine Piratencaptain hat besondere kulinarische Bedürfnisse, leider weiß die kleine Maid nicht genau, welche. Also sollen wir das herausfinden, klingt jedenfalls nach einem würdigen Auftrag. Immerhin wissen wir, das die Captain auch gerne im Bismark isst, so machen wir uns also geschwind auf den Weg durch die Stadt, die 1600 Yalmen sind auch schnell runtergewandert und wir fragen den Chef… der es nicht weiß. Hm, aber er schlägt vor, doch einfach die Captain selbst zu fragen. Heureka, welch Kreativität und Einfallsreichtum. Deshalb ist der Chef Chef!

Ich eile zurück, schnell durch die Stadt und zu meiner fast 3200 Yalmen entfernten Maid, und der Captain, die ich nun also frage, was sie den gerne Essen möchte. Der gewitzte Plan geht auf, sie möchte Suppe. Oh, nicht irgendeine Suppe, sondern eine aus Ishgard. Also von Leuten, die vermutlich einfach nur Schnee in einer Schüssel sammeln und vors Feuer stellen.

Sie weiht uns ein, das sie da einen Kerl am Finger hat, der voll auf diese Schneesuppe abfährt und um ihn zu verführen, sollen wir ihr jetzt was von dem Zeug bringen. Was für Zeug genau, weiß natürlich ihr “Weiß noch nichts von seinem Glück-” Lover. Zum Glück ist er nicht fern, den bereits kurz nachdem wir die 6400 Yalmen einmal durch die Stadt hinter uns gebracht hatten, steht er vor uns… und schickt uns mit Wein nach Ishgard, damit wir dort lernen können wie man Schnee schmilzt und Suppe macht.

Und jetzt stehe ich im bitterkalten Wolkenmeer, frier mir mein Fell ab weil es seit Stunden aus allen Wolken schüttet, als ob hier ein Meer zu füllen ist. Ha! Meer… schüttet aus Wolken. Im Wolkenme… ach, vergesst es. Ich steh hier jedenfalls, weil ich gedenke etwas Salz aus einem Brocken Fels zu brechen, damit Madam Captain ihre komischen Schneesuppe nicht mit 0815 Salz aus dem Meer würzen muss, wie es sonst jeder, jeder!! andere Pirat tun würde, sondern mit diesem exquisten Mist hier aus diesem arschkalten Wolkenmeer. Jeder der jetzt grinst, weil das ja auch ein Meer ist, kann sich jedwede Heilung für den nächsten Dungeon schonmal gepflegt abschmicken!

Ach… es ist vorbei. Endlich zurück in Limsa, ein letztes mal die 12800 Yalmen durch die Stadt gelatscht, endlich bei meiner Maid, und sie begrüßt mich mit einem freudenstrahlenden Lächeln: “Das hat ja ziemlich lange gedauert…”

… …… ………ob man es schnell genug merkt, tödlich versalzene Suppe zu essen?

Beste Grüße

Tho

Tho´s Daily-Quatsch: Sastasha Nightmare

Sonntag 22.10.2017 – Regen.

Früher Abend, knapp nach 18 Uhr und ich blicke überrascht auf. Es wurde eine Gruppe gefunden, für einen Zufallsinhalt der Kategorie Stufensteigerung und, so kommt es mir vor, nach geradezu lächerlich kurzer Wartezeit. Ein Blick auf den Timer bestätigt mein Gefühl, nicht einmal 30 Minuten hatte ich als Barde gewartet. Schockiert wende ich mich also dem Gruppenfenster zu, so plötzlich aus meiner recht erholsamen Trance erwacht, welche mir nur durch die gnädige Geduld von Heiler und Tank gewährt war, haben diese doch die Muse besessen, entspannt mit ihrem Listen zu warten, bis ich diesen beinahe spirituellen Zustand erreicht hatte. Ich bin ihnen sehr dankbar und je größer der Schreck, als ich sehe das bereits 10 Sekunden im Bestätigungsfenster abgelaufen waren! Armer Tank, armer Heiler… so zahle ich es ihnen also zurück? Ich schäme mich kurz, verlange den Beiden also nochmals sicherlich elendig langsam dahin kriechende Sekunden ab und drücke pflichtschuldig auf “Beitreten”.

Während der Ladezeit frage ich mich, voller Erwartung und guter Hoffnung, wo mich das Schicksal heute hin verschlägt, welcher Gruppe tapferer, edler Gesellen ich heute als unwürdiger, aber ehrlich bemühter DamageDealer hilfreich zur Seite sein darf und welchen Gefahren ich mich als unerschrockener Abenteurer stellen muss. Meine letzten Gedanken gelten natürlich meiner Gruppe. Hoffentlich enttäusche ich ihre hohen Erwartungen nicht, wenn wir uns in die tödlichen Tiefen begeben von: Sastasha!

Sofort weicht die angespannte Atmosphäre und erquickt sich neu in schier grenzenloser Begeisterung und Vorfreude auf ein bestimmt äußerst spannendes Event mit drei neuen, wunderbaren Freunden, die bestimmt ebenso wie ich voller Vorfreude bereits Hand an ihre Waffen gelegt haben, begierig sind, sich ohne weiteres Warten den zahlreichen Gefahren entgegen zuwerfen, ohne Reue und Zögern, bereit ihr Leben zu geben für ein… oh, der Heiler hat die Gruppe verlassen. Wieso den das?

Oh, ich ahne schon, der Gute, oder die Gute, hatte nicht einmal Zeit im Chat seinen, oder ihren, DamageDealern Anweisungen zu hinterlassen, so eilig musste er, oder sie, schon zu einem, ohne jeden Zweifel erdrückend dringenden, Notfall eilen. Bereits im nächsten Moment meine ich sicher zu wissen, das er, oder sie, just in diesem Moment, all seine, oder ihre, Kraft aufwendend, einer schutzlos daniederliegenden und Qualen leidenden Mutter zur Seite springt und ihr hingebungsvoll behilflich ist, neues und wundervolles Leben zu gebären. Natürlich senke ich demütig vor soviel Einsatz mein Haupt und wünsche ihnen alles Gute.

Dem Chat entnehme ich inzwischen eine Begrüßung durch den Tank und frohlocke innerlich ob der Einschätzung des Tanks, wir DamageDealer seien dieser Großzügigkeit würdig. Noch bevor ich meinem endlosen Dank freudestrahlend Ausdruck verleihen kann, sehen ich jedoch, das auch der Tank die Gruppe spontan verlassen hat. Ich blicke ein wenig betrübt, aber natürlich wird mir doch schnell klar, das etwas Weltbewegendes geschehen sein muss, quasi vor mir deutlich sichtbar sehe ich unseren heldenhaften Tank, eigentlich renommierter Atomphysiker/-techniker, gewiss bereits auch Nobelpreisanwärter, durch ein verlassenes Kraftwerk hetzend, welches in bedrohlich rot-schwummriges Licht getaucht und voll tödlich kreischender Sirenen nahe dem völlig Kollaps, kurz davor ist, das allerletzte Armageddon einzuleiten. Beherzt springt der Tank in den bereits toxisch verstrahlten Kontrollraum, um unsere unschuldige Welt vor der alles zersetzenden atomaren Urgewalt zu beschützen und ich bin mir absolut sicher, der nächste Sonnenaufgang wird niemand anderem zu verdanken sein, als unserem Tank, dessen einsame Begrüßung im Chat ich nun ehrfürchtig betrachte, überlegend, ob ich einen Screenshot wagen darf, um dieses Bildnis stiller Heldenhaftigkeit auf meiner bescheidenen Festplatte für alle Ewigkeiten zu bewahren.

Allerdings, die Ereignisse überholen meine zögerliche Haltung rasch… der andere DD ist weg. Er musste vermutlich auf die Toilette. Jetzt alleine lasse ich mich zu einem übermütigen Angriff auf die ersten Mobgruppe verleiten, nur durch das heroische Eintreffen einer neuen Gruppe überlebe ich diese Torheit. Die Höhlen von Sastasha sind schließlich gestürmt, eine wahrhaft und ehrlich langweilige Angelegenheit. Beim nächsten Mal werde ich am Besten gleich zu Beginn leaven…

K’Tho Tia

Hallo ihr Kuponüsse und Ritter, mein Name ist K’Tho Tia, und ich freue mich wirklich sehr, euch ein wenig über mich erzählen zu dürfen.

Wie ihr sicherlich unlängst an meinem Namen festgestellt haben werdet, ich bin ein Miqo’te, aus dem Stamm K der Goldtazen. Ihr dürft mich daher auch gerne einfach kurz Tho nennen, diese Verkürzung des Namens ist bei meinem Volk sehr üblich. Was ihr nämlich als Nachnamen bezeichnen würdet, ist bei uns Goldtazen vielmehr sowas wei ein Titel.

Der Tia ist ein untergeordnetes, während der Nuhn das dominante Männchen eines Clans ist. Man kann als Tia natürlich den Stammesführer herausfordern, um dann selber Nuhn anstelle des Nuhns zu werden, und sich so Herrschaft und Frauen zu sichern… aber ehrlichgesagt war ich nie sehr Traditionsverbunden oder hatte politischen Ehrgeiz, Kurzentschlossen habe ich also meinen Stamm einfach verlassen, um das aufregende Leben eines Abenteurers zu führen.

Zugegeben hatte ich vielleicht eine leicht zu romantische Vorstellung vom Leben als Abenteurer, aber ich wollte unbeding viele spannende und erzählenswerte Geschichten erleben, die geheimen Winkel von Eorzea entdecken und natürlich massig Gil verdienen… und so begann meine Reise schließlich im beschaulichen Gridania. Nach meinen ersten Kämpfen wanderte ich schließlich weiter, in das aufbrausende Limsa Lominsa, das glühende U’ldah und sogar in das frostige Ishgard. Aber ich blieb Gridania stehts auf besondere Weise verbunden, den tiefen, dunklen und geheimnisvollen Wäldern, die gleichsam aber ebenso ruhig und sanft sein können. Ich fühlte mich in ihnen heimisch, vielleicht das genetische Erbe meines Stammes aus Jägern, wer weiß.

Jedenfalls entschied ich mich am Ende auch der Staatlichen Gesellschaft von Gridania, der Bruderschaft, beizutreten.

Geht es ans Kämpfen, verlasse ich mich ganz auf meinen Bogen. Meine Pfeile fliegen zielsicher und treffen jedesmal ihr Ziel, oftmals bevor dieses mich überhaupt bemerkt hat. Bei den Waldläufern aus Griadania habe ich meine Künste noch verfeinert, und natürlich arbeite ich auch beständig weiter an meinen Fähigkeiten. Außerdem habe ich meine Einsatzmöglichkeiten noch durch das Training bei fahrenden Sängern, Barde, erweitern können. Keine Sorge, ich werde jetzt nicht anfangen zu singen… aber ich kann meine Gefährten mit fesselnden Liedern und schmetternden Songs begleiten.

Ein bisschen Übung mit heilenden Fähigkeiten besitze ich ebenfalls, aber am liebsten ist mir immernoch Bogen & Harfe.

Ob jetzt ein tiefer, modrig-schaurigen Dungeon oder ein kleines Abenteuer an der frischen Luft, ich bin stets gerne bereit mich mit meinen Freunden in ein kleines Getümmel zu stürzen und ihnen hilfreich zur Seite zu stehen. Oder wir stürzen uns in eine wilde Jagd nach längst vergessenen und verlorenen Schätzen, durchkämen ungezähmte, wilde Landstriche nach seltener Beute oder messen unsere Kraft im Kampf gegen andere Abenteurer… ihr werdet sehen, ich bin eigentlich für alles zu haben.

Kämpfe ich nicht, so verbringe ich meine Zeit vorallem auf der Jagd, etwas, das in Gridania sehr geschätzt wird. Wir wildern nicht die Wälder leer oder jagen Tiere zu unserem Vergnügen oder rein des Zeitvertreibs wegen, sondern um wertschätzen sie als die Gaben der Geister des Waldes, die mit Umsicht und Demut genutzt werden. Ich zum Beispiel verarbeite vorallem Felle zu Leder und dieses wiederrum zu zu Tollen Ausrüstungsgegenständen zu verarbeiten, gemacht für all jene, die den Komfort einer soliden Lederrüstung dem kalten, unflexiblen Stahl vorziehen. Außerdem koche ich leidenschaftlich gern und die meisten meiner Versu… ich meine, die meisten Leute, die meine Gerichte probiert lobten meine Kochkunst. Fragt sie ruhig selber, sofern sie noch am Leben sind, werden sie das bestätigen. Ich vergeude nichts von dem, was ich durch den Tod eines Tieres erhalten habe, sondern bemühe mich stets mit Eifer und Sorgfalt darum, sie bestmöglich zu verwerten.

Auf meinen Reisen unterstützt mich, neben meinen treuen Gefährten Chumu und Klynswys, welche mir vorallem feine Gegenstände aller Art von ihren Reisen mitbringen, ein sehr liebes und fürsorgliches Chocoboweibchen namens Sturmtaucher. Sie kommt aus den Ställen der Bruderschaft und ist mir durch viele Abenteurer eine stetige und treue Begleiterin geworden.

Ich freue mich schon darauf, mit dir Abenteuer erleben zu dürfen. Also, bis bald, in Eorzea.

Berühmte, und zum Glück bisher keine letzten, Worte:

“Aber ich bin natürlich gern jederzeit mit dabei.”

Im Raid, an mich gerichtet: “Was ist den das?!”

Ich: “Keine Ahnung, ich glaub Mechanik.”

“Wie ertränkt man Dragoons? Man legt feindliche Flächeneffekte auf den Grund eines Sees.”